SCHOTTEN IN AMERIKA

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Die Schotten wollten immer schon eine Kolonie in Nordamerika errichten, sie waren aber abhängig von den Engländern, die wie die Franzosen schon Kolonien in Amerika hatten.

 

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war Schottland noch eines der ärmsten Länder in Europa. Die einzigen Produkte waren Tierhäute, Holz, Kohle, Salz und gelegentlich noch Wolle oder Leinen, die zum Export genutzt werden konnten.
 

                                                                                                                                                                  Laird of Glencrannog

Nach dem Tod Williams (1702) wurde seine Schwägerin Anne (die jüngere Tochter von James VII./II.) Königin von Schottland. Sie war die letzte Stewart Königin und unter ihrer Herrschaft wurden 1707 auch die beiden Parlamente zusammengeschlossen. Schottland war nach dem missglückten Versuch eine Kolonie in Mittelamerika aufzubauen wirtschaftlich am Boden. Um von den englischen Rechten und den Märkten in Übersee zu profitieren und überhaupt Zugang zu den Kolonien zu bekommen blieb unter diesen Umständen nur die vollkommene politische Union mit den Engländern. Die kam allerdings nur unter großem Protest der Bevölkerung zustande. Am 1. Mai 1707 trat das Vereinigungsgesetz zwischen dem Königreich England und dem Königreich Schottland in Kraft. Daraus entstand das Königreich Großbritannien. 1714 starb Königin Anne. Das jetzt britische Parlament holte Georg von Hannover den deutschen Nachkommen von James VI./I. als Georg I. an die Themse. Dieser König Georg fühlte sich jedoch nicht wohl in der Rolle. Die Schlacht von Culloden am 16. April 1746 zwischen den aufständischen Jakobiten und den englischen Regierungstruppen war für die vorher gegangen siegreichen Schlachten der Schotten, der durch Hunger und Krankheit auf 5000 Mann geschwächten Armee, ein Desaster. Ende des 18. Jahrhundert etwa 1884, begann die große Auswanderung. Es wurde eine Vertreibung der schottischen Bevölkerung im Hochland (Highland) von den Gutsherren betrieben (Clearances), die eine großangelegte Schafzucht betreiben wollten. Kleinbauern und Pächter die schon Generationen vor Ort gelebt haben wurden teilweise mit Gewalt vertrieben, ihre Hütten zerstört, auf Auswanderschiffe gebrach und nach Amerika verschifft. Die Macht der Clanchefs bemaß sich nicht mehr nach der Zahl der Männer, die für sie kämpften, sondern nach dem Ertrag ihrer Ländereien.

 

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